Über und Ich

Julia Kaboth

Cabot – Über mich

Von Lehrern mit pädagogischer Berufung als Griesgram stigmatisiert, bald die Realität hinter dem Traum des Theaters erkannt. Unter Aufsicht der eigenen Ausbilder für Geld den Finger in das Glas des Scheichs gehalten. Ins Visier der Ausüber amerikanisch-nazistischer Unternehmenspolitik geraten. Den Studien getrotzt und als logische Konsequenz das Leben gewählt. Getrieben auf dem Mittelmeer, zurück zu den Wurzeln, hin zum Piraten-Dasein mit pädagogischer Berufung zur Lehrerin.

„Ich habe eine Idee. Und diese Idee soll Kultur zurück in unsere Leben bringen. Kultur in all ihrer Form. Ich denke an Texte, an Musik, an Geschichte, an Kunst. Und natürlich denke ich an Sprache. Ich unterrichte unterschiedliche Sprachen an verschiedene Menschen, seit vielen Jahren. Das Zusammentreffen der Kulturen im Sinne des Gesellschaftsmodells, die Kommunikation, die Freude am Lernen, zwischenmenschlicher Austausch. Das bedeutet für mich das Unterrichten und das Lernen von Sprachen.

Darüber hinaus möchte ich Beiträge leisten, die aufrufen zum selbstständigen Denken und zum kritischen Hinterfragen. cultura bedeutet Bearbeitung, Pflege, Ackerbau. Wir müssen unsere Gesellschaft pflegen, unseren Geist. Heute wieder mehr denn je. Im Bereich der Lebensmittelindustrie sind schon viele wach geworden und kümmern sich um einen ökologisch korrekten und nachhaltigen „Ackerbau“. Es ist Zeit, dass wir das auch für uns tun. Dass wir wieder gestalten, lernen, studieren, und zwar wirklich. Nicht nur um zu reproduzieren, sondern um zu produzieren. Denn nur wenn wir uns wieder daran gewöhnen Dinge selbst zu erarbeiten, dann lernt eine Gesellschaft auch wieder, sich ihre Gesellschaft selbst zu gestalten.

Da ich entgegen frühester Erwartungen nicht zum Griesgram wurde, bin ich heute kritisch – mit Freude und guter Laune, mit Undurchsichtigkeit und etwas Humor.“

 

Und wer sind die Gastautoren?

 

Gregory C.Y.
Gregory C.Y. – Geschichte und Politik.

„Ach, dich habe ich doch schon einmal gesehen. Das war an einem Dienstag. 2005. Im Oktober.“ – Das ist Gregory. Sein Gedächtnis und sein Vermögen, sich an Zahlen und Fakten zu erinnern, ermöglichen es ihm, fast beiläufig die gesamte Historie und ihre geschichtlichen und politischen Zusammenhänge zu analysieren und zu begreifen. Er ist Autor verschiedener historischer Reiseführer für den PastFinder Verlag und veröffentlicht seit knapp 10 Jahren diverse Beiträge über die mallorquinische Geschichte. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und konfrontiert seine Leser mit einer Wahrheit hinter der hübschen Kulisse. In kleinen Anekdoten erzählt er auf seinem Blog Mallorca Zeitgeschichten und jetzt auch auf dem Kulturblog Mallorca für den Leser interessante und spannende Kurzgeschichten.

 

 

Uta Gritschke - Gastautorin
Uta M. Gritschke – Eat Wilder.

Vor 18 Jahren noch zwischen Berlin und Palma pendelnd, lebt die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin nun schon 11 Jahre in Mallorcas Inselhauptstadt. Hier betreibt sie zwei Weinläden, in denen sie vornehmlich auf lokale und ökologisch produzierte Tropfen setzt. Neben der Kunst und dem Rebensaft, sind die hiesigen essbaren Wildpflanzen ihre große Leidenschaft. Für Interessierte bietet Uta geführte Wildpflanzen-Touren an und hier, auf dem Kulturblog Mallorca, wird sie uns einige Vertreter des essbaren Grüns vorstellen. Man darf also gespannt sein, auf diese Einblicke  in eine für viele sicherlich noch unbekannte kulinarische Welt.