Mundwasser

Alles, was uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt: Restaurants, Rezepte, Märkte. ¡Bon Profit!

Auch diese Woche empfehlen wir euch einen Patrón. Diesmal handelt es sich um ein Restaurant in der wunderschönen Bucht von Deià: das Ca’s Patró March.

Ca's Patró March
Die Terrasse.

Die Cala de Deià ist für mich eine der schönsten Buchten Mallorcas. Das Terrassen-Restaurant Ca’s Patró March lädt nach schönen Stunden am Wasser zum Essen ein. Selbstverständlich gibt es Fisch-Spezialitäten in allen Variationen. Von frischen Sardinen über Muscheln bis hin zu Calamar und Hummer. Frische Salate, Oliven und Alioli machen das mediterrane Ambiente auf der rustikalen Fischers-Terrasse perfekt.

Da das Restaurant um 18:00 Uhr schliesst, bietet sich ein Besuch zum Mittagessen an. Wenn man sich einen Tages-Ausflug vornehmen möchte, empfehle ich eine Wanderung vom Dorf Deià, hinunter in die Bucht. Sie führt durch Olivenhaine und an Felsschluchten vorbei, ist dabei aber leicht zu beschreiten und dauert ca. 45 Minuten. Nach einer Pause am Wasser und einem leckeren Essen, schafft man den Aufstieg zurück ins Dorf sicher ohne Probleme.

Hier findet ihr die Facebook-Seite des Restaurants: Ca’s Patró March

¡Bon Profit!

Mundwasser

Alles, was uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt: Restaurants, Rezepte, Märkte. ¡Bon Profit!

Feria de Tapeo de Centros y Casas Regionales

IMG_7511

Am Wochenende vom 18.-20.05.2018 findet auf Palma’s Paseo Sagrera (Passeig de Sagrera) das Volksfest der Regionalzentren statt. Auf der Flaniermeile von Palma Richtung Santa Catalina findet häufig ein Markt dieser Art statt. An diesem Wochenende erwartet den Besucher außerdem ein musikalisches Programm, welches von regionalen Klängen und Tanz bis hin zum Alternativen Rockkonzert und Musik der 60/70er Jahre reicht.

 

Selbstverständlich befinden sich schon unter den gängigen Marktanbietern die ersten landestypischen Leckereien, darunter die rote Paprikawurst Sobrassada, der würzige Käse Mahón aus Menorca, mediterrane Mandeln und Oliven.

Nicht weit von der Bühne befinden sich die leckeren Tapas-Stände, vertreten durch verschiedene Vereine der spanischen Regionen. Hier bekommt man frisch zubereitete Paella aus Valencia und andere Spezialitäten schon ab 1 €.

 

Baile Mallorquí
Tanz und Folklore.

Wer nun Lust bekommen hat, die Feria in Palma zu besuchen, kann noch bis Sonntag 20.05. vorbeischauen und Tapas mit Live-Musik genießen. Hier das Programm für euch:

 

 

¡Buen fin de semana! und ¡Bon Profit!

IMG_9377
Das Programm der Feria.

Mundwasser

Alles, was uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt: Restaurants, Rezepte, Märkte. ¡Bon Profit!

Patrón Lunares

Beinahe jedem, der ab und zu auf der Insel war, ist das Szene-Viertel Santa Catalina in Palma ein Begriff. Trendige Läden, kulinarische Vielfalt, Menschentrauben beim vormittäglichen Vermuth-Trinken auf dem Samstags-Markt.

Das Restaurant Patrón Lunares kennt nicht jeder. Es liegt am Ende der Calle de la Fabrica, Nummer 30. Wenn man das Lokal betritt, muss man sich erst einmal umsehen. Rechts befindet sich der großzügige Tresen, an dem man bereits Lust hätte, den restlichen Abend zu verbringen. Zumindest aber lädt er ein, um auf den reservierten Tisch zu warten. Währenddessen kann man die vielen Details der Inneneinrichtung entdecken: Elemente aus der Fischerei, mallorquinische Muster und Holzverkleidungen lassen die große Halle zu einer Welt der Fischerei und Seefahrt werden.

Cantina Patrón Lunares

Den realen Flair verdankt dieser Ort nicht zuletzt seiner realen Geschichte:

115 Jahre lang befand sich an diesem Standort im alten Fischereiviertel der Sitz und Versammlungsort der Bezirks-Versorgungskasse. Diese entstand 1894 mit dem Ziel, ihren Mitgliedern, die größtenteils Fischer, Arbeiter, Schumacher und Seiler waren, eine ärztliche Versorgung zu verschaffen. Die Versorgungskasse sorgte unter anderem für einen Leibarzt, eine Hebamme und einen Arzthelfer.

Der Patrón Lunares war ein schlichter, charismatischer Fischer. Er ging in die Geschichte des Viertels nicht nur ein, weil er einer der besten Fischer seiner Zeit war, sondern auch, weil er die Liebe zur Arbeit und soziales Bewusstsein repräsentierte und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft förderte. 

Heute treffen sich beim Patrón Lunares Mallorquiner, Inselbesucher, Familien, Geschäftspartner und junge Leute, bevor sie die Nacht zum Tage machen, um einen besonderen, aber bodenständigen Abend zu verbringen. Die Karte ist geprägt von Fischgerichten, wobei selbstverständlich auch Fleischliebhaber und Vegetarier in einer kreativen und harmonischen Auswahl fündig werden.

Zur Internetseite des Restaurants geht es hier !

¡Bon Profit! Guten Appetit!

Die coole Bodega Santa Clara – über Uta Gritschke, Weine, Kunst und Wildpflanzen.

Was früher die Sa Sifoneria war, ist heute die Bodega Santa Clara. Auch mit neuem Namen ist sie noch genauso cool und einzigartig wie eh und je. Was Uta neben dem leckeren Wein noch so zu bieten hat, erfahrt ihr im Interview.

Sa Sifoneria d’es casc antic – darunter findet man die Bodega Santa Clara bei Facebook. Uta Gritschke findet man vor Ort: In der Calle Santa Clara 4, in der Altstadt von Palma, Dienstag – Samstag, von 18:00-21:00 Uhr. Sie postet auf Mallorquín und unterhält sich mit ihren Gästen und Besuchern genauso gerne auf der Inselsprache wie mit anderen auf ihrer Muttersprache Deutsch. Schon vor vielen Jahren ist sie als Kulturwissenschaftlerin und Kunstgeschichtlerin aus Berlin mit ihrem mallorquinischen Freund auf die Insel gekommen. Heute betreibt sie selbst die Bodega Santa Clara mit dem Wein von Can Novell.

Die Videoleinwand spielt Filme der 50er Jahre mit Drehort Mallorca, ein Plattenspieler sorgt für das passende Ambiente vergangener Zeiten. Es ist immer eine Freude, bei der Bodega vorbeizuschauen. Man plauscht mit Stammgästen, man trinkt ein Glas lokalen Wein oder Wermut, zu sehr moderaten Preisen, und lässt sich im Anschluss noch ein Fläschchen für den häuslichen Genuss abfüllen. Man sitzt auf Plastikkisten und staunt immer wieder über kleine Details, die man hier entdecken kann.

KM: „Der Wein von der Bodega Can Novell ist lecker und nicht überteuert. Erzähle uns etwas über die Bodega.“

Uta: „Die Bodega ist in Binissalem und ein typisches Familienunternehmen. Sie produzieren selbst und stellen einen traditionellen, lokalen Wein her. Man kann die Produktion vor Ort beobachten. Aber es geht etwas anders zu als bei anderen aufgehübschten Bodegas: Das ist Rock ’n Roll.“

KM: „Und die Leute mögen Euren Wein. Wer kommt denn so in die Bodega Santa Clara?“

Uta: „Ja, der Wein kommt gut an. Wir haben viele unterschiedliche Kunden und Gäste, Deutsche aber auch Mallorquiner. Sie trinken ein Gläschen oder kaufen Wein zum Kochen oder als Tischwein für Zuhause. Wohlhabenderes Publikum betrachtet unsere Weinpreise manchmal mit einer Mischung aus Verwunderung und Amüsement. Aber sie lassen sich schnell von der Qualität des Weins überzeugen. Man muss sich nur hineintrauen – und das sollte man – jeder ist herzlich Willkommen!

KM: „Neben Deiner Arbeit in der Bodega warst Du als Galeristin offizielles Mitglied der Galeristenvereinigung AIGAB und hast auch die Räumlichkeiten der Bodega für Deine Galerie „intersecció art“ genutzt.“

Uta: „Das stimmt. Ich habe 6 Jahre lang Ausstellungen hiesiger Künstler organisiert und kenne daher alle und jeden in der Szene. Dann war aber eine Zeit lang nicht mehr der richtige Moment für diese Kunst auf der Insel. Einige meiner Kolleginnen sind zu namenhaften Galerien gegangen, aber das konnte ich mir für mich nicht vorstellen. Einmal ist es mir sogar passiert, dass ein Mann vor einem der ausgestellten Objekte stand und es mit den Worten fotografierte: „Das zeige ich meiner Frau, dann macht sie das.“

KM: „Wird es jetzt keine Ausstellungen mehr in der Bodega Santa Clara geben?“

Uta: „Doch, ich werde die Ausstellungstätigkeit wieder aufnehmen und habe ein Ausstellungsangebot einer meiner Künstler angenommen. Ein Maler aus Berlin, Peter Fleischer Harkort. So wird man bald wieder in die Hinterzimmer der Bodega gehen und gute Gegenwartskunst sehen können.“

KM: „Darauf freuen wir uns! Mit Deinen Weinen bist Du nicht nur in der Bodega sondern jetzt auch auf dem Wochenmarkt in Santa Catalina…“

Uta: „Ich bin recht neu auf dem Markt und ich liebe es! Alle sind sehr freundlich und mit dem Käsestand von gegenüber verstehe ich mich besonders gut. Ich bin auf dem Markt von Dienstag bis Samstag, von 10:00 – 14:00 Uhr. Es ist eine gute Ergänzung zu der Bodega am Abend.“

KM: „Du bist sehr vielseitig, und das ist noch nicht alles. Welches Projekt verfolgst Du noch?“

Uta: „Ich widme mich den essbaren Wildkräutern, die es auf der Insel gibt. Ich mache das sehr gerne und ich interessiere mich für die Natur. Schon als Kind hat mir meine Mutter viel über essbare Wildpflanzen beigebracht und wir haben sie gesammelt und später verarbeitet. Als ich nach Mallorca kam, habe ich diese Touren mit meinem damaligen Freund zusammen gemacht. Ich kenne einige gute Plätze, wo man auf nur einem Feld bis zu 20 Pflanzen finden kann. Danach lasse ich mir Rezepte einfallen, um die Kräuter in der Küche zu verwenden.“

KM: „Du bietest auch Führungen an, die man buchen kann?“

Uta: „Ja, wir treffen uns in kleinen Gruppen und ich zeige und erkläre die essbaren Pflanzen.“

KM: „Das ist toll und passt perfekt in unsere Zeit. Viele interessieren sich ja – zum Glück- wieder für die natürliche Ernährung und für das Wissen der Natur.“

Deshalb freuen wir uns und sind stolz, Uta als neue Gastautorin ihrer Rubrik „EAT WILDER“ beim Kulturblog Mallorca an Bord zu haben. Kräuter-Interessierte können sich gerne an den Kulturblog wenden und erhalten den Kontakt der lieben Uta, um sich für eine Tour anzumelden.

 

 

IMG_7470
Uta Gritschke

 

 

Vielen Dank an Uta Gritschke, das war ein schönes und leckeres 😉 Interview. Wir kommen bald mal wieder vorbei – auf ein Gläschen Wein!