Errol Flynn in Palma

Flynn kehrt bevorzugt bei „Joe´s“ an der Plaza Gomila und Rudi´s „Tirol“ auf der Calle de Apuntadores ein. Die Gelage sind legendär.

Heute vor 61 Jahren: Errol Flynn ist im September 1955 zurück auf seiner „ZACA“. Der 118 Fuß Schooner liegt seit 1952 im RCNP (Real Club Nautico de Palma). Der einst erfolgreiche Leinwandpirat und Robin Hood ist bereits ein sinkender Stern am Hollywoodfirmament. Er zieht sich zwischen Filmproduktionen bevorzugt auf seine Yacht in Palmas Bucht zurück. Die U.S.A. meidet er nicht zuletzt wegen ausstehenden Steuerschulden. Sein Vermögen wird von Buchhaltern veruntreut und seine Ehe mit Patricia Wymore liegt in Scherben. Die Leinwanderfolge der 30er und 40er gelangen jetzt in die spanischen Kinos und bescheren Flynn einen verspäteten Ruhm auf der Iberischen Halbinsel. Flynn kehrt bevorzugt bei „Joe´s“ an der Plaza Gomila und Rudi´s „Tirol“ auf der Calle de Apuntadores ein. Die Gelage sind legendär. Das Image des Lebemanns und Frauenhelden blendet seine anderen Facetten aus: Flynn begibt sich bereits 1937 in das Bürgerkriegsspanien und kommentiert das Geschehen auf Seite der Republikaner. Sein Faible für Freiheitskämpfer stellt er 1958, sehr zum Missfallen Hollywoods, wieder unter Beweis: Flynn produziert „The Cuban Story: The Truth about Fidel Castro´s Revolution“. Ein bis heute einzigartiges Dokument der Umwälzungen auf Kuba.

foto.ErrolFlynn
Sein Tagebucheintrag vom 8. Oktober 1955, Palma de Mallorca:
„(…) Favourite occupation: A prolonged bout in the bedroom.
The greatest calamity: Castration. 
What would I like to be at seventy? At seventy I confidently hope I will have had at least eight more wifes, have grown a stomach that I can regard with respect, and still walk upstairs to the bedroom without aching or groaning.“


Am 14. Oktober 1959, bei Verhandlungen zum Verkauf seiner geliebten „ZACA“ in Vancouver, erliegt Errol Flynn mit 50 Jahren einem Herzinfarkt.

Danke, Sonja

„Für mich ist Julia ein Glücksfall. Für einen Aufenthalt auf Mallorca habe ich eine Spanisch-Lehrerin gesucht. Gefunden habe ich Julia. Als wir die Termine für meinen Aufenthalt vereinbarten, kamen wir auf die Idee, via Online-Unterricht die Zeit auf Mallorca vorzubereiten. So wusste Julia bereits, wo mein Spanisch in etwa stand. Seither treffen wir uns einmal wöchentlich in einer Online-Sitzung. Wir besprechen meine Aufgaben, die ich via Mail von ihr erhalte und betreiben ein bisschen Konversation. Wir vertiefen Themen, die mich interessieren und gehen der Grammatik dort auf den Grund, wo ich unsicher bin.

Julia versteht es, mich zu motivieren und mir Freude an der Sprache zu vermitteln.

Wenn ich auf Mallorca bin, treffen wir uns vor Ort. Machen einen Spaziergang über den Markt, fragen gemeinsam nach unbekannten Früchten und lassen uns Zubereitungsarten erklären.

Mit Julia unterwegs zu sein, bedeutet nicht nur Spanisch lernen, sondern auch ein bisschen mehr über die Insel zu erfahren.

Julia verfährt nicht nach einem eingefahrenen Schema, sie passt den Unterricht mir und meinen Bedürfnissen an. Das ist für mich eine luxuriöse Art, diese Sprache zu lernen. Ich schätze insbesondere die Kontinuität. Ich brauche der Spanischlehrerin in Palma nicht jedesmal zu erklären, wo ich stehe. Zurück in der Schweiz, brauche ich nicht mal das Haus zu verlassen, um meinen Spanischunterricht zu erhalten. Somit entfällt auch die An- und Rückfahrt zum Spanischunterricht in einem Institut. Ich spare enorm viel Zeit, die ich für anderes nutzen kann. – Ein Glücksfall eben.“

Sonja Lina Weber, Divis, Schweiz