Scharf macht lustig!

„Wasabi-Rauke“ oder „Weisser Rettich“

Wasabi-Rauke
Wildpflanzensalat mit den weissen Wasabi-Raukeblüten

Der spätsommerliche Regen- und Sonnemix der letzten Wochen hat sie wieder sprießen lassen: Diplotaxis Erucoides, die sogenannte „Wasabi-Rauke“. Die gesamte Pflanze ist essbar und überrascht so derart mit ihrer Schärfe, dass sie häufig zum unangefochtenen Liebling auf meinen Wildpflanzenwanderungen wird. Tatsächlich, den Geschmack dieses Kreuzblülters, der häufig in der Nähe von Weinstöcken, Johannisbrot- und Mandelbäumen zu finden ist, vergisst man nicht so leicht. Seine Blätter, Blüten und Samen sind als Würze köstlich in Salaten. Aber bitte gering dosieren, sonst würden die Senföle zu dominant werden. Genau diese Öle (Glucosinolate) sind es auch, die den Konsum dieser Rauke gesundheitlich so wertvoll machen, da sie antibakteriell und daher infektabwehrend wirken sollen. Ich wünsche euch einen guten, scharfen Appetit!

Die „Gespenst-Gelbdolde“ – gar nicht gruselig, sondern einfach lecker!

Wie haben wir ihn genossen, diesen ungewöhnlich langen mallorquinischen Frühling! Sind oft raus auf Äcker und Feldwege und haben leckeres Wildgemüse für unsere Salate, Smoothies, Suppen etc. gesucht, gefunden und behutsam gepflückt.

Wildkräuter
Die Gruppe / Autor „Jo“
Die imposant gezackten Blätter der Gänsedistel, die wunderschönen blauen Blüten des Borretsch, die Wegwarte, deren Bitterstoffe unserer Leber so gut tun und viele mehr. Nun im Juli, ist die Sonne voll da und viel ist nicht mehr übrig von dem gesunden Grün. Ein paar „Nachzügler“, wie z.B. der wilde Amaranth und der Stachel-Lattich sind auch jetzt noch zu finden. Nach der Zeit der jungen Triebe, der schmackhaften Blüten, der knackigen Blätter und Früchte, ist nun die Saison der Samen angebrochen. Überraschend süss-pfeffrig sind die getrockneten Früchte der Gespenst-Gelbdolde, eine auf der Insel weit verbreitete Pflanze, die vor noch nicht allzu langer Zeit noch als Gemüsepflanze kultiviert wurde.
Warum nicht einfach mal die frisch im Mörser zerstossenen Samen zum Salat geben? Orangenscheiben, Tomate und dazu eine erfrischende Vinaigrette mit Gelbdoldentopping – wunderbar!
Wildkräuter
Salat / Autorin „Uta Gritschke“

P.S. Wildpflanzen bitte nur geniessen, wenn man sie eindeutig erkannt hat und ganz sicher ist, dass sie essbar sind. Wie man das lernt? Gerne mit meiner Hilfe, auf einem der Wildpflanzenspaziergänge, die ich immer wieder gern für Interessierte anbiete. Kontakt, Uta Gritschke : 0034 667974066.