Einkauf auf dem Markt

Eine Unterrichtslektion auf dem Markt erfordert manchmal etwas Mut – ist aber die beste Übung!

Meine Schülerin Andrea und ich haben die Silvester-Vorbereitungen zum Anlass genommen, um eine Unterrichtslektion auf dem Markt zu verbringen. Die Inhalte, die wir schon im Vorfeld vorbereitet hatten, konnte Andrea auf diese Weise endlich einmal in der Praxis üben. Da dies manchmal gar nicht so einfach ist und auch etwas Mut erfordert, war ich als Unterstützung dabei. Wirklich einschreiten musste ich aber nie – Andrea hat das super gemacht!

Hier ein paar erste nützliche Sätze für jede Markt-Unterhaltung:

¡Hola! ¡Buenos días!

Hallo. Guten Tag!

¿Qué querría?  

Was hätten Sie gern?

Por favor, me pone un kilo de…  

Bitte, geben Sie mir ein Kilo von…

gramo/-s, kilo/-s, paquete/-s, pieza/-s  

Gramm, Kilo, Paket, Stück

fruta, verdura, carne, pescado, pan  

Obst, Gemüse, Fleisch, Speisefisch, Brot

¿Puedo probar?  

Darf ich probieren?

Así bien, ¡gracias! / Así basta, ¡gracias!  

So ist gut, danke! / So reicht es, danke!

¿Algo más?

Noch etwas?

No, ¡gracias! Es todo. Nada más.  

Nein, danke! Das ist alles. Nichts mehr. 

¿Cuánto es?  

Wie viel kostet es?

Adiós, ¡Hasta luego!  

Auf Wiedersehen, Tschüss!

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei den letzten Einkäufen vor dem heutigen Silvester-Abend und einen guten Rutsch! ¡Feliz Año Nuevo!

San Miguel, San Migel?

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Eine wichtige Ausspracheregel erwischt uns schon, wenn wir nur ein Bier bestellen möchten. Das beliebte SAN MIGUEL. Man hört immer wieder, wie Spanien- und Bierliebhaber das Miguel so aussprechen, wie man es schreibt. Also M-I-G-U-E-L. Unweigerlich, auch wenn man so nicht denken möchte, muss man ein wenig schmunzeln, denn es ist ein klassisches Fettnäpfchen.

Das g wird vor einem e oder i wie ein deutsches, hartes ch ausgesprochen, wie etwa in dem Wort Buch. Damit man aber nicht Michel sagen muss, um diese Ausspracheregel einzuhalten, setzt man ein u ein. Dies wird nicht ausgesprochen, ist stumm, und dient nur dazu, dass das g auch wie ein g ausgesprochen werden kann. Deshalb sagen wir: San M-I-G-E-L. Miguel ist ein häufiger spanischer Name und bedeutet Michael. San Miguel ist der Sankt Michael. So hat das Biertrinken gleich etwas Heiliges 😉 In diesem Sinne: ¡Salud!

La Seu – ein paar Worte

Ein Mann erhofft sich die Spende eines Anlagebetrügers, dessen Augen funkeln, wofür der normalerweise Eintritt bezahlt.

Als kurzer Beweis dafür, dass wir tatsächlich in der Kathedrale gewesen sind.

Ein Mann sitzt vor der Tür, wünscht Frohe Weihnachten und erhofft sich durch erwärmte Herzensstimmung eine kleine Spende. Ein betörendes Lichtermeer verzaubert ungewollt das eigene Gemüt. Es funkelt, strahlt und glänzt, dass es sich in den Augen aller Anwesenden widerspiegelt. Unvermittelt lächeln die Menschen fremden, schimmernden Augenpaaren zu. Den millionenschweren Anlagebetrüger findet man Kaugummi schnalzend mit aufgehübschter Familie in der hinteren Ecke. Kinder tanzen ausgelassen im Kreis, angesteckt von magischen Klängen und Gerüchen. Die Reihen sind voll besetzt mit ihren Familien. Heute sind sie eingeladen. An anderen Tagen zahlen sie Eintritt.

Wie es eben so ist, mit den zwei Seiten…

Frohe und lebendige Weihnachten!

Als kleiner Gedankenanstoß zum Weihnachtsfest: Pinie statt Nordmanntanne, ausgegraben statt abgeschlagen. Vielen Dank für dieses Weihnachtsbaumfoto von unseren lieben Freunden. Nach Weihnachten steht der Baum wieder im Garten. Das finde ich klasse und glaube, dass man immer eine Alternative zum herkömmlichen Tannenbaum finden kann, der nach wenigen Tagen entsorgt werden muss.

Ich wünsche allen ein Frohes Weihnachtsfest!

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Weihnachten und die Religiosität

Vielleicht besitzt nur die Kirche noch die Macht, die Menschen an das Erntedankfest zu erinnern und nicht an den Black Friday. 

„Geht ihr an Weihnachten in die Kirche?“ Hört man häufig. Und man fragt sich:

Hat Weihnachen überhaupt noch etwas mit Kirche oder Glauben zu tun? Und ist es schlimm, wenn nicht?

Wir sind in unserer Familie nicht religiös, unser Kind ist nicht getauft und dennoch legen wir Wert auf die kommenden Feiertage, auf Traditionen und Rituale. Aber gehört die Kirche auch dazu?

Eine Bekannte meinte zuletzt: „Aber ohne Religion und Kirche – Was? Dann sind wir doch alle Egoisten und leer… .“ Vielleicht ist es letztlich wirklich die Kirche, die es geschafft hat, diese Traditionen überhaupt zu schaffen und ist bis heute der wichtigste gesellschaftliche Faktor für Gemeinsamkeit. Immerhin gibt es kaum einen ruhigeren Ort als eine Kirche oder andere Gotteshäuser. Aller Lärm, alle Schnelligkeit bleibt draussen. Ein Ort zum Innehalten, zum Singen, zum Begegnen von Freunden und Nachbarn. Es stimmt schon, das kann uns die Kirche geben. Und vielleicht besitzt auch nur sie noch die Macht, die Menschen an das Erntedankfest zu erinnern und nicht an den Black Friday.

Aber gehe ich deswegen an Weihnachten nun in die Kirche? Meine Freundin und ich haben vor Kurzem den Heiligen Abend geplant und stellten fest: „Ach, die Messe wäre ja ganz schön zu sehen, auch mit den Kindern, aber es passt zeitlich einfach gar nicht. Dann wird es zu eng mit der Bescherung und das ist ja schliesslich wichtiger.“ Über uns selbst amüsiert witzelten wir dann: “ Naja, wir setzen eben die Prioritäten richtig und bringen unseren Kindern von Anfang an bei, was WIRKLICH wichtig ist.“

Danach habe ich mir überlegt: Wir versuchen es, wir gehen zur Weihnachtsmesse in die Kathedrale! Und ich freue mich, wenn wir befreundete Familien treffen, zusammen singen, die Kinder zusammen spielen und wir uns gegenseitig ein Frohes Weihnachtsfest wünschen können.

Notfalls gehen wir einfach früher und haben dann noch Zeit für die Bescherung 😉

BON NADAL

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Gracias, Hans

„Deine Art Unterricht begeistert und motiviert mich sehr.“

„Es ist mir ein großes Bedürfnis Dir mitzuteilen, dass mich Deine Art Unterricht sehr begeistert und motiviert. Die 4 x 2 Stunden Privatlektion in Palma und nun die Online-Lektionen finde ich genial.

Dein ruhiges und sympathisches Auftreten tut mir richtig gut.

So macht das Lernen wirklich Spaß! Wenn ich vergleiche, was ich im Unterricht in der Schweiz in einem Jahr und was in der kurzen Zeit bei Dir gelernt habe, so muss ich sagen, dass restlos alles für Dich spricht. Ich freue mich schon heute, Sonntag, auf die nächste Online-Lektion am Dienstag und auf die Privatlektionen bei Dir in Palma im Mai.“

Hans Ryf, Schweiz

¿“Carrer“?

Carrer ist das mallorquinische „Calle“ = Straße.

Wer noch nicht die Antwort auf die Frage kennt: „Warum steht auf mallorquinischen Straßenschildern immer CARRER?“ Carrer ist das mallorquinische „Calle“ = Straße. Vorsicht bei Stadtplänen und google maps, wo die Eingaben auf castellano sind: Die Straßennamen können sich ziemlich unterscheiden!

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Errol Flynn in Palma

Flynn kehrt bevorzugt bei „Joe´s“ an der Plaza Gomila und Rudi´s „Tirol“ auf der Calle de Apuntadores ein. Die Gelage sind legendär.

Heute vor 61 Jahren: Errol Flynn ist im September 1955 zurück auf seiner „ZACA“. Der 118 Fuß Schooner liegt seit 1952 im RCNP (Real Club Nautico de Palma). Der einst erfolgreiche Leinwandpirat und Robin Hood ist bereits ein sinkender Stern am Hollywoodfirmament. Er zieht sich zwischen Filmproduktionen bevorzugt auf seine Yacht in Palmas Bucht zurück. Die U.S.A. meidet er nicht zuletzt wegen ausstehenden Steuerschulden. Sein Vermögen wird von Buchhaltern veruntreut und seine Ehe mit Patricia Wymore liegt in Scherben. Die Leinwanderfolge der 30er und 40er gelangen jetzt in die spanischen Kinos und bescheren Flynn einen verspäteten Ruhm auf der Iberischen Halbinsel. Flynn kehrt bevorzugt bei „Joe´s“ an der Plaza Gomila und Rudi´s „Tirol“ auf der Calle de Apuntadores ein. Die Gelage sind legendär. Das Image des Lebemanns und Frauenhelden blendet seine anderen Facetten aus: Flynn begibt sich bereits 1937 in das Bürgerkriegsspanien und kommentiert das Geschehen auf Seite der Republikaner. Sein Faible für Freiheitskämpfer stellt er 1958, sehr zum Missfallen Hollywoods, wieder unter Beweis: Flynn produziert „The Cuban Story: The Truth about Fidel Castro´s Revolution“. Ein bis heute einzigartiges Dokument der Umwälzungen auf Kuba.

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Sein Tagebucheintrag vom 8. Oktober 1955, Palma de Mallorca:
„(…) Favourite occupation: A prolonged bout in the bedroom.
The greatest calamity: Castration. 
What would I like to be at seventy? At seventy I confidently hope I will have had at least eight more wifes, have grown a stomach that I can regard with respect, and still walk upstairs to the bedroom without aching or groaning.“


Am 14. Oktober 1959, bei Verhandlungen zum Verkauf seiner geliebten „ZACA“ in Vancouver, erliegt Errol Flynn mit 50 Jahren einem Herzinfarkt.

Danke, Sonja

„Für mich ist Julia ein Glücksfall. Für einen Aufenthalt auf Mallorca habe ich eine Spanisch-Lehrerin gesucht. Gefunden habe ich Julia. Als wir die Termine für meinen Aufenthalt vereinbarten, kamen wir auf die Idee, via Online-Unterricht die Zeit auf Mallorca vorzubereiten. So wusste Julia bereits, wo mein Spanisch in etwa stand. Seither treffen wir uns einmal wöchentlich in einer Online-Sitzung. Wir besprechen meine Aufgaben, die ich via Mail von ihr erhalte und betreiben ein bisschen Konversation. Wir vertiefen Themen, die mich interessieren und gehen der Grammatik dort auf den Grund, wo ich unsicher bin.

Julia versteht es, mich zu motivieren und mir Freude an der Sprache zu vermitteln.

Wenn ich auf Mallorca bin, treffen wir uns vor Ort. Machen einen Spaziergang über den Markt, fragen gemeinsam nach unbekannten Früchten und lassen uns Zubereitungsarten erklären.

Mit Julia unterwegs zu sein, bedeutet nicht nur Spanisch lernen, sondern auch ein bisschen mehr über die Insel zu erfahren.

Julia verfährt nicht nach einem eingefahrenen Schema, sie passt den Unterricht mir und meinen Bedürfnissen an. Das ist für mich eine luxuriöse Art, diese Sprache zu lernen. Ich schätze insbesondere die Kontinuität. Ich brauche der Spanischlehrerin in Palma nicht jedesmal zu erklären, wo ich stehe. Zurück in der Schweiz, brauche ich nicht mal das Haus zu verlassen, um meinen Spanischunterricht zu erhalten. Somit entfällt auch die An- und Rückfahrt zum Spanischunterricht in einem Institut. Ich spare enorm viel Zeit, die ich für anderes nutzen kann. – Ein Glücksfall eben.“

Sonja Lina Weber, Divis, Schweiz